“Zuhören, schreiben und erzählen” – Ein sehr persönliches Vergnügen
"Weil ich „blogge“, verstehe ich meine Welt besser. Mich fasziniert die Auseinandersetzung mit den Erlebnissen, die ich im Alltag habe." Foto: Knut Kuckel
"Weil ich „blogge“, verstehe ich meine Welt besser. Mich fasziniert die Auseinandersetzung mit den Erlebnissen, die ich im Alltag habe." Foto: Knut Kuckel

“Zuhören, schreiben und erzählen” – Ein sehr persönliches Vergnügen

Mein erster Blog war dem praktischen “Radiojournalismus” gewidmet. Berufsbedingt. Weil ich wissen wollte, wie das “Internet” funktioniert, folgte ich dem Rat eines Kollegen: “Einfach nur machen.” Aktuell blogge ich zum Thema Journalismus und als “Grenzgänger” aus Tirol und Bayern.

Blogger aus Leidenschaft? Nein. Das klingt mir zu überzogen.

Weil ich “blogge”, verstehe ich meine Welt besser. Mich fasziniert die Auseinandersetzung mit den Erlebnissen, die ich im Alltag habe. Wenn Sie so wollen, das sehr persönliche Vergnügen eines an Jahren und Erfahrung gereiften Journalisten.

“Blogs” gehören zur digitalen Kommunikation, seitdem es das “Internet” gibt. Die Abkürzung steht für “internetwork”. Technisch nichts anderes als der Datenaustausch unterschiedlicher Rechner. Das Internet hat die Welt schneller gemacht. Besser und schlechter. Aus dem Internet wurde in unserer Sprache das “Netz”.

In der gesamtgesellschaftlichen Bewertung ist das Internet wohl der Erfindung des Buchdrucks gleichzusetzen. Online-Journalismus gehört heute selbstverständlich zur schnellen Medienwelt. Das war nicht immer so. Aus vielen passiven Surfern sind “Blogger” geworden. Sie spiegeln digital das Bild unserer Gesellschaft. Ohne Presse- und Meinungsfreiheit gibt es keine funktionierende Demokratie. Das schließt Missbrauch nicht aus. Leider.

In früheren Jahren wurde ich sehr häufig mit solchen Fragen konfrontiert. Übrigens von vielen, für die das “emailen” schon längst eine selbstverständliche Alltagsübung geworden war. Und die an der Kasse mit ihrer EC Karte bezahlen, damit längst Teil der digitalen Gesellschaft geworden sind.

Jeder so, wie er mag.

Ob ich ein guter oder schlecht Mensch bin, mögen andere beurteilen. Ich persönlich glaube, dass mich “das Internet” nicht verdorben hat. Kann es nicht, weil ich mich bemühe, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Ein wenig Medienkompetenz ist dabei hilfreich.

Die Medien können die Welt nicht besser machen. Meine Blogs bedauerlicherweise auch nicht. Wenn ich dazu den passenden Schlüssel hätte, würde ich ihn ins zugehörige Schloss stecken und umdrehen.

“Zuhören, schreiben und erzählen. Darunter Meinungsbeiträge zur gesellschaftspolitischen Debatte und Geschichten von unterwegs, die ein wenig Öffentlichkeit vertragen. Mehr nicht.”

“Du bist der erste Journalist, den ich persönlich kenne, der rein theoretisch auch Almbauer sein könnte”, sagte mir vor kurzem ein Freund aus Tirol. “Obwohl du journalistisch schon überall in der Welt aktiv warst.”

Das motiviert. Ein solches Kompliment bestätigt auch mein persönliches Engagement. “Zuhören, schreiben und erzählen – mehr nicht.” Ein Satz, der im Journalismus  seinen besonderen Wert haben dürfte.

Wenn ich im Tagebuch “MiemingerAlmen” über Almbauern schreibe, dann stellvertretend für die Menschen, die dafür keine Zeit haben, weil sie rund um die Uhr – Tag für Tag – arbeiten. Das über die Jahre gesammelte Material möchte ich u.a. für eine Dokumentation verwenden, an der ich zurzeit arbeite.

„Almenland am Miemingerberg“ – Geschichten bäuerlicher Lebensformen

Als “Grenzgänger TirolBayern” reflektiere ich die Begegnungen befreundeter Nachbarn im Nahbereich. Meine Beiträge sollen die Gemeinsamkeiten unterstreichen, die Tirol und Bayern in Alltag verbinden. Nicht nur, was Kultur und Sprache betrifft.

Im “Journalismusblog” erlaube ich mir, meine langjährigen Berufserfahrungen ins Hier und Heute zu übersetzen. Nicht als Besserwisser, sondern als Debattenteilnehmer. Im konstruktiven Sinne auch mal als Kommentator der aktuellen Journalismusdebatte.

Ich hoffe, dass es mir mit meinen Blogs gelingt, unaufgeregt die Dinge meines persönlichen Nahbereichs zu spiegeln. Schreiben Sie mir Ihre Meinung. Ich freue mich auf einen konstruktiven Gedankenaustausch.

Weblinks:

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Von
Knut Kuckel
Meine Meinung